Die Sonne

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Ein grosser Raum ist in der Neuoffenbarung von Jakob Lorber dem Thema 'Sonne' zugestanden. Dabei handelt es sich nicht nur um die 'natürliche Sonne', sondern in besonderem Masse auch um die 'geistige Sonne'. Hier aber soll einzig von der natürlichen, physikalischen Sonne die Rede sein, und dies nur in einem engen Rahmen. Wenn man von mir als Physiker erwartet, dass ich in dieser Seite eine wissenschaftliche Theorie über die Sonne darlege, dann muss ich Leser mit dieser Erwartung leider enttäuschen. Ich bin nicht Fachmann der Astrophysik und nicht dazu berufen, einen wissenschaftlichen Diskurs über die Sonne zu führen. Trotzdem erlaube ich mir aber, ein paar kritische Fragen zu stellen.

Kernfusion in der Sonne?

Niemand wird heute mehr der Ansicht sein, dass die Sonne ihre Energie von einer gewöhnlichen chemischen Verbrennung bezieht. Vor hundert Jahren, als man die Kernfusion noch nicht kannte, war man ziemlich ratlos darüber, wie man die grosse Energie erklären sollte, die von der Sonne fortwährend produziert und abgestrahlt wird. Als dann aber vor 50 Jahren die Kernverschmelzung entdeckt wurde, war es naheliegend zu prüfen, ob die Sonne nicht ihre Energie von daher beziehen könnte.

Eine wichtige Voraussetzung für die Kernfusion ist das Vorhandensein von Wasserstoff, welcher wirklich auf der Sonne im Ueberfluss vorhanden zu sein scheint. Meines Wissens ist der Wasserstoff das häufigste Element im Universum. Als Endprodukt der Fusion entsteht Helium. Auch dieses Element ist auf der Sonne vorhanden. Als weitere Voraussetzung für die 'heisse' Kernfusion gilt eine hohe Temperatur von 18 bis 20 Millionen Grad, von der man glaubt, dass sie durchaus im Zentrum der Sonne vorhanden sein kann. Nimmt man nun an, dass die Sonne ein riesiger Gasball ist, so kann man daran gehen, Modelle zu entwickeln, nach denen sich nach aussen die Sonnematerie bis auf eine Temperatur von etwa 6000 Grad abkühlt, wo dann in der Photosphäre das bekannte sichtbare, etwas gelbliche Licht abgestrahlt wird. Die Rechnung kann also soweit aufgehen.

Beim Vorgang der Kernfusion entstehen Neutrinos in grossen Mengen. Wenn in der Sonne Kernfusion stattfindet, dann müssen diese Teilchen von der Sonne abgestrahlt werden und auch bis zur Erde gelangen. Dass ihre berechnete Zahl nicht gut mit der auf der Erde gemessenen übereinstimmt, kann man toleriernen, wenn man bedenkt, wie schwierig es ist, diese Strahlung genau zu messen. Die meisten Neutrinos durchqueren die Erdmasse, ohne mit ihr in Wechselwirkung zu treten. Schöner wäre es allerdings, wenn die Brechnungen tatsächlich mit den gemessenen Grössen übereinstimmen würden.

Die Hypothese, dass in der Sonne Kernfusion stattfindet, ist naheliegend. Man kennt ja keine anderen physikalischen Vorgänge, die eine einleuchtendere Erklärung erlauben würden. Die Astrophysiker werden wahrscheinlich meine Bezeichnung ihrer   Sonnentheorie als Hypothese nicht schätzen, denn man hält die Kernfusion in der Sonne als eine gesicherte Tatsache. Darf ich aber auf ein paar Schwierigkeiten, um nicht zu sagen Ungereimtheiten, aufmerksam machen?

Neure und neueste Messungen haben ergeben, dass ausserhalb der Photosphäre der Sonne Strahlungstemperaturen um 2 Millionen Grad herrschen. (Ich habe auch schon von 200 Millionen Grad gelesen.) Es dürfte schwierig sein, diese Tatsache einzig mit dem alten Ansatz der Kernfusion im Sonneninneren zu erklären. Was steht nun in den Neuoffenbarungsschriften von Jakob Lorber zu lesen?

Nach dem inneren Wort, das Lorber vor 150 Jahren erhalten hat, handelt es sich bei unserer Sonne um einen festen Himmelskörper ähnlich einem Planeten, dessen aus einer weniger spröden, elastischeren Materie als der der Erde bestehende Boden eine viel tiefere Temperatur aufweist als die Photosphäre. Die Sonne trage eine Atmosphäre, deren äusserste Oberfläche besondere Eigenschaften aufweise. Diese sei bei normaler Zusammensetzung imstande, Energien aus dem Weltraum umzusetzen und zu reflektieren. Dazu sei hier ein Zitat angeführt aus dem Werk 'Die natürliche Sonne' (Kap.4, Vers 1-4):

1] Vorerst wollen wir bei der Anschauung der Sonne ihre Lichthülle in Augenschein nehmen, und das aus dem Grunde, weil der vollkommene Sonnenplanet mit eben dieser seiner äusseren Umfassung erst zur Sonne wird.
2] Was ist denn diese Lichthülle in naturmässiger Hinsicht betrachtet? Diese Lichthülle ist der eigentliche, atmosphärische Luftkreis um den eigentlichen Sonnenplaneten herum und ist nur an der äussersten Oberfläche so stark glänzend, gegen den Planeten selbst aber wird es immer dunkler, so zwar, dass von dem eigentlichen Sonnenplaneten durch diesen Lichtstoffkreis ebenso ungehindert in den freien Weltenraum hinausgesehen werden kann, als von irgend einem andern Planeten. Und eben diese Lichthülle, durch welche von keinem Planeten aus auf den eigentlichen Sonnenkörper zu schauen möglich ist, ist vom Sonnenplaneten selbst aus im höchsten Grade durchsichtig.
3] Ihr werdet hier notwendigerweise fragen: Wie ist denn solches möglich, dass man durch diese allerintensivste Lichtmasse vom eigentlichen Sonnenplaneten aus könne ungehindert in die endlos weiten Fernen hinausschauen, während es doch die allerplatteste Unmöglichkeit ist, durch eben diese Lichtmasse von aussen her auf den inneren Sonnenplaneten selbst hineinzuschauen?
4] Die Ursache dieser Erscheinung ist sehr einfach und liegt euch näher, als ihr es glauben möchtet. Ein ganz einfaches, euch wohlbekanntes Naturbeispiel wird euch die Sache völlig aufklären. Setzen wir den Fall, ihr stündet vor dem Fenster irgendeines Hauses, von welchem sich gerade die dahin fallenden Sonnenstrahlen auf euer Auge zurückwerfen; was seht ihr da? - Nichts als den grellen Widerschein der Sonne aus dem Fenster, welcher euch ein unbesiegbares Hindernis ist, zu entdecken, was sich da hinter dem Fenster befindet. Wird dasselbe Hindernis auch für denjenigen, der hinter dem Fenster steht, ein Hindernis sein, zum Fenster hinauszuschauen und alles recht genau zu beobachten, was in der Nähe und in der Ferne sich ausserhalb des Fensters befindet; vorausgesetzt, dass das Glas des Fensters volkommen gereinigt ist? - O nein, nicht im geringsten! Während ihr ausserhalb des Fensters stehend nichts als die weissglänzende Glasscheibe erblicken werdet, wird der innerhalb des Fensters Stehende recht bequem eure Haare zählen können.

Es stellt sich natürlich hier die Frage, woher die auserhalb der Sonnenatmosphäre vorhandene Energie kommt? Nach den Angaben Lorbers stammt diese hauptsächlich von der riesigen Urzentralsonne, die sich mitten in unserer Hülsenglobe (Universum) befindet. (Näheres hierzu möge der Leser den Ausführungen über das Weltall in meiner Homepage entnehmen.) Ich persönlich habe mir folgende Gedanken über Energieumsetzungen an der Sonnenatmosphäre gemacht:

Betrachten wir eine Leuchtstoffröhre, wie sie heute in jedem Haushalt zu finden ist. Durch den elektrischen Strom, der durch das Gas der Leuchtstoffröhre fliesst, werden dessen Atome und Moleküle in ihren Hüllen derart angeregt, dass sie elektromagnetische Strahlen aussenden, welche aber zum grössten Teil nicht dem Bereich des sichtbaren Lichtes angehören, d.h. ultraviolettes Licht, welches für unsere Augen unsichtbar ist. Sie können auch den Glasmantel der Röhre nicht durchdringen. Eine entsprechende, aber noch viel intensivere Strahlung mag auch im Raum um die Sonne vorhanden sein. Man denke an die hohe Strahlungstemperatur in der Chromosphäre und in der Korona der Sonne. Wie nun die Leuchtstoffschicht auf der Innenseite der Glasmantels der Leuchtstoffröhre die intensiven, nicht sichtbaren ultravioletten Strahlen in sichtbares Licht umzuwandeln vermag, indem sie die intensiveren Strahlen aufnimmt und wieder als langwelligeres, sichtbares Licht abgibt, so stelle ich mir vor, dass die Photosphäre der Sonne, also die von Lorber erwähnte Glanzschicht der Sonnenatmosphäre, die harten kosmischen Strahlen in ultraviolettes, in sichtbares und infrarotes Licht verwandelt, welches wir als Hauptstrahlung der Sonne wahrnehmen können.
In Amerika wurde übrigens eine Lampe entwickelt, welche meiner Meinung nach der Lichtentwicklung der Sonne ganz nahe kommt. Eine besonders beschichte Kugel wird da in ein Mikrowellenfeld gestellt, wobei die Kugel ausserordentlich hell zu strahlen beginnt. Ist das nicht ein schönes Modell einer kleinen Sonne?

Schwierigkeiten scheint es mir in der Sonnenphysik auch bei der Erklärung der Sonnenflecken zu geben. Der menschliche Geist ist zwar sehr erfinderisch, und man ist um Theorien nicht verlegen, die das Entstehen von Sonnenflecken unter Mitwirkung von starken Magnetfeldern zu erklären versuchen. Aber Hand aufs Herz, wo bleibt da die Ueberzeugungskraft der Sonnenphysiker, wenn die Messungen mit Sonnensonden Ergebnisse zeigen, die es angeblich erforderlich machen sollen, dass die ganze Sonnentheorie umgeschrieben werden müsse? Was die Entstehung der Sonnenflecken betrifft, macht Jakob Lorber äusserst interessante Angaben, die zu prüfen es sich nach meiner Ansicht wirklich lohnen würde. Aber lassen wir den Propheten selbst sprechen. Das Zitat stammt wieder aus der 'Natürlichen Sonne', soll aber hier stark verkürzt wiedergegeben werden. Wer den ganzen Text liest und sich als Sonnenphysiker an die Lektüre heranmacht, darf nicht allzu empfindlich sein, denn Lorber spart hier nicht mit spitzen Bemerkungen, die man ihm aber verzeihen muss, wenn sich herausstellen sollte, dass er auch hier wieder einmal recht hat, was ich persönlich sehr vermute. Also nun hier das gekürzte Zitat (Nat. Sonne, Kap. 8, Ursache und Wesen der Sonnenflecken):

1] Ihr werdet schon öfter beobachtet haben, dass die Sonne zumeist auf ihrem Aequator manchmal einen oder mehrere, teils grössere, teils kleinere Flecken zeigt, um welche sich dem bewaffneten Auge eine wallartige Verbrämung zeigt, hinter welcher sich dann nach allen Seiten Lichtwellen, von manchen Astronomen "Fackeln" genannt, ausbreiten. ...
4] Wenn ihr eine Kugel gerade durch den Mittelpunkt durchbohren und diese Kugel sodann auf eine Spindel stecken würdet und möchtet sie dann ins Wasser tauchen und sie im Wasser in eine Rotation setzen (nämlich um die Spindel herum) und möchtet sie alsdann also rotierend aus dem Wasser heben, - was meinet ihr wohl, auf welchem Teile der Oberfläche diese Kugel die meisten Wassertropfen von sich schleudern wird? - Ihr werdet mir antworten und sagen: Auf demjenigen Teil der Oberfläche, der von der Spindel am weitesten absteht und daher auch durch die Rotation um die Spindel die meiste Wurfkraft entwickelt.
5] Wieder, nehmet ihr eine Glaskugel, welche auf beiden Seiten eine Oeffnung hat, so dass man durch die ganze Glaskugel ebenfalls eine Spindel stecken kann; bringt sie in eine horizontale Lage, gebt ein wenig Wasser in die Kugel und drehet sie sodann, - wo wird sich bei der Umdrehung das Wasser wohl hinbegeben? - Sicher wieder dahin, wo es von der Spindel am weitesten entfernt ist.
6] Wir haben an diesen zwei Beispielen genug, um unsere Sache so anschaulich als möglich zu machen. - Die Sonne ist ebenfalls eine Kugel, wie ihr wisst, und zwar eine Kugel, die da bei zweimal hunderttausend Meilen (eine deutsche Meile = 7,42 km) im Durchmesser hat. Diese Kugel dreht sich ungefähr binnen neunundzwanzig Tagen um ihre Achse. Bedenket, wie schnell da am Aequator der Sonne die Bewegung sein muss, wenn da ein Punkt in dem vorbenannten Zeitraum von 29 Tagen eine Reise von über 600 000 deutschen Meilen machen muss, welches ungefähr die siebenfache Entfernung des Mondes von der Erde ausmacht, und für welche Strecke ein Schnellreiter, so er Tag und Nacht fortreiten möchte, über siebzig Jahre vonnöten hätte.
7] Vergleichet jetzt die Schnelligkeit der Bewegung eines Punktes am Aequator der Sonne, und ihr werdet euch gross verwundern, wenn ihr daraus ersehen werdet, wie viele deutsche Meilen er in einer Minute zurücklegt. Wenn ihr aber nun die grosse Schnelligkeit solcher Bewegung seht, so müsst ihr ja auch notwendigerweise die grosse Wurfkraft, welche da eben am Aequator der Sonne stattfinden muss, überklar erschauen.
8] Wenn ihr aber diese erschaut, so mache Ich euch aufmerksam auf die zweite Glaskugel, wie sich in derselben das Wasser bei deren Umschwung gegen den Aequator hinzu drängte. Was wird also auch vom Innern der Sonne gegen den Aequator derselben vor sich gehen müssen? Werden sich da nicht auch alle etwas flüchtigeren Teile unter den Aequator drängen und allda zufolge der grossen Wurfkraft das Bestreben haben, die oberste Kruste der Sonne durchzubrechen und sich dann mit der unglaublichsten Wurfheftigkeit und Schnelligkeit ins Unendliche hinaus von der Sonne zu entfernen? ...
11] Ihr habt gleich anfangs vernommen, dass das Erdreich des Sonnenplaneten nicht also hart und spröde ist, wie das zum Beispiel eurer Erde; sondern es ist allenthalben wie elastisch, und das vorzugsweise gegen den Aequator zu. Setzen wir aber den Fall, es wäre daselbst das Erdreich also spröde und somit auch leicht zerbrechbar, - was würde da wohl der Fall sein zufolge der ausserordentlich grossen Wurfkraft, besonders am Aequator der Sonne? - Nichts anderes, als dass dadurch ein Berg und ein Landstück um das andere mit der grössten Heftigkeit von der Oberfläche der Sonne in den unendlichen Raum hinausgeschleudert werden würden. Da aber das Sonnenerdreich also zähe ist, so ist solches wohl nicht möglich, und wäre die Bewegung noch einmals so schnell, als sie ist.
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12] Was kann aber dessenungeachtet dennoch der Fall sein, wenn sich zufolge der grossen Wurfkraft durch den Drang von innen aus auf die schon vorbesagte Art hier und da gewaltige Andrängungen und sonach auch gewisserart Verhärtungen unter der Oberfläche der Sonne in der Gegend des Aequators gebildet haben, welche da gewisserart als eine Krankheit der Sonne anzusehen sind? Denn wohlgemerkt, auch Weltkörper können physisch krank sein. - Dadurch kann nichts anderes geschehen, als dass solche verhärteten Knollen endlich auf einem oder dem anderen Punkte das wenn schon zähe Erdreich der Sonne durch ihren grossen Drang nach aussen und die (durch eben solchen Drang) bewirkte Entzündung zerreissen und sich hernach mit der grössten Heftigkeit von der Oberfläche der Sonne entweder nahe endlos weit oder wenigstens so weit entfernen, als die euch bekannten Planeten von der Sonne entfernt sind.
13] Sehet, das ist nun die Ursache der darauf folgenden schwarzen Flecken der Sonne. Denn bei dem gewaltigen Durchbruch wird nicht nur die Kruste des Sonnenplaneten, sondern auch die Lichthülle also auseinandergerissen, dass sie auf einem solchen Punkte dann fürs erste nicht fähig ist, das aufgenommene Licht von seiten der andern Sonnen wieder zurückzuwerfen und ebensowenig auch das eigentümliche {sonneneigene} Licht ausströmen zu lassen, welches sich fortwährend auf dem elastischen Erdboden der Sonne entwickelt, wenn derselbe nicht auf die euch jetzt bekannte Weise zerrissen und daher für die Entwicklung des eigenen Lichtes untauglich gemacht wird.
14] Wir haben auch vorhin erwähnt, dass diese schwarzen Sonnenflecke dem bewaffneten Auge mit einem etwas weniger dunklen Walle verbrämt erscheinen. - Was ist denn dieser Wall?
15] Dieser Wall ist nichts anderes, als der jeweilige Aufwurf des elastischen Sonnenerdreichs, welches durch den Ausbruch einer solchen Verhärtung auseinandergerissen und dann auf allen Seiten gleich einer trichterförmigen Mauer, welche oben enger ist als unten, aufgeworfen wurde. ...

* Ich gestatte mir hier, ein paar kritische Bemerkungen zu den im Vers 11 gemachten Angaben anzufügen:
Die Sonne hat eine Masse von 2x10^30 kg, ihr Radius ist 7x10^8 m. Der Umfang der Sonne ist also etwa 4,4x10^9 m, was gut mit den 600000 deutschen Meilen (zu 7,42 km) in den Loberschen Angaben übereinstimmt. Unter der Voraussetzung, dass die Gravitationskonstante auch auf der Sonne den gleichen Wert, wie er heute für das ganze Universum gültig angenommen wird, so ergibt sich als Schwerebeschleunigung auf der Sonnenoberfläche ein Betrag von ungefähr 270 m/s^2. Berechnet man hingegen die von der Drehung der Sonne herrührende Zentripetalbeschleunigung am Aequator auf der Sonnenoberfläche, so ergibt sich nur etwa ein Wert von 0,0044 m/s^2. Dieser Betrag ist verschwindend klein gegenüber der Schwerebeschleunigung auf der Sonne, und es ist wissenschaftlich nach geltender Physik nicht haltbar, dass ruhende Körper von der Sonnenoberfläche wegfliegen, da sie nicht die enorme Fluchtgeschwindigkeit von 600 km/s besitzen. Zudem müsste ja auch die Sonnenatmosphäre den Sonnenkörper verlassen, denn als Gashülle könnte sie ja kaum die nach Lorber geforderte Zähigkeit besitzen. Wie dem auch sei; Tatsache ist, dass sich auf der Sonne trotzdem gewaltige Eruptionen erreignen, auch wenn mir die Begründungen mit der Wurfkraft am Aequator der Sonne nicht richtig zu sein scheinen. Dass das Enstehen der Protuberanzen entfernt mit der Sonnenrotation zu tun haben könnte, wäre ja durchaus möglich. Was nun die Enstehung der Sonnenflecken betrifft, erscheint mir aber die Erklärung in der Neuoffenbarung durchaus plausibel. Der Gedanke, dass man bei den Sonnenflecken auf den viel weniger heissen und damit relativ dunklen Sonnenboden hinunterschauen kann, ist für mich sehr faszinierend.

Ueber die Veränderung der Sonnenflecken und deren Verschwinden können wir im Kapitel 8 in der 'Natürlichen Sonne' folgendes nachlesen:
19] ... {Es ist} zu bedenken,  dass wir schon gleich anfangs und bis jetzt her, und zwar aus dem besten und wohlerwiesenen Grunde von einem elastischen Erdreiche der Sonne gesprochen haben, welches nach dem Durchbruch sicher nicht fortwährend mauerfest gleich dem Krater eines Feuerspeiers auf der Erde bestehen bleiben wird, sondern sich nach und nach, zufolge eben der elastischen Eigenschaft, wieder zusammenzieht, und die durch solchen Durchbruch bewirkte Wunde wieder also verheilt, wie da die Wunde, welche zum Beispiel auf eurem Leibe durch ein Aiss entstanden ist, sich nach der Vereiterung desselben wieder verringert und endlich sich so ganz und gar ausheilt, dass nach einiger Zeit nicht eine Spur mehr zu entdecken ist, aus welchem Teile des Leibes ein solches Aiss eiternd durchgebrochen ist.
20] Wenn aber dieser Wall somit kein mauerfester, sondern ein elastischer ist, so werden sich etwa wohl die schnellen und weitgedehnten Bewegungen und Veränderungen eines solchen Walles aus ebendemselben Grunde wie dessen allmähliches Verschwinden gar überaus leicht erklären lassen. -